Städte-Highlights. Rückblick Reisejahr 2015 (1/2)

Kleine Nordtour: Hamburg – Lübeck – Timmendorfer Strand (Februar). Gestartet in unser Reisejahr 2015 mit einem Wochenendtrip im Norden Deutschlands. Da ich meine Füße noch nie in deutsches Meer gesteckt hatte, sollte der Hamburgabend mit einem Abstecher zum Timmendorfer Strand, inklusive eines Stopps in Lübeck, verbunden werden. Da wir sowohl Hamburg als auch den Timmendorfer Strand (immerhin die Hände haben es ins Wasser geschafft) lediglich bei Nacht gesehen haben und sich unser Programm auf Leckeres in fester und flüssiger Form beschränkt hat, gibt es am meisten zu Lübeck zu berichten. Auch wenn wir die Hansestadt bei nasskalten 3 Grad, der Himmel grau in grau, erkunden durften, können wir einen Besuch sehr empfehlen: zauberhafte Altstadt mit Holstentor, dank Familie Niederegger Marzipan an jeder Ecke, diverse Kirchen in schönster Backsteingotik und ein historisches Rathaus (die runden Löcher in der Wand sind, wie auch ich jetzt weiß, kein architektonischer Schnickschnack, sondern aus statischen Gründen integriert, um dem Wind nicht zu viel Angriffsfläche zu bieten). Sehenswert!

Barcelona (Februar/März). Dieses verlängerte Wochenende im immer wieder großartigen Barcelona verdanken wir dem dort stattfindenden Mobile World Congress, weswegen ich Anfang März jobbedingt nach Spanien reisen durfte. Natürlich müssen solche Gelegenheiten genutzt werden, so dass mit einem Tag Urlaub drei Nächte und drei Tage für uns in dieser wunderbaren Stadt heraussprangen.

Bei schönstem Sonnenschein und bis zu 18 Grad ging es erstmals auf den Tibidabo, den 512 Meter hohen Hausberg von Barcelona: Mit der historischen, einst einzigen Straßenbahn der Stadt, der Tramvia Blau, gewannen wir ab der Endstation der Metro L7 ein kleines Stück Höhe, um den Rest des doch beachtlichen Anstiegs zu Fuß zurückzulegen (die Schlange an der Standseilbahn war uns einfach zu lang). Belohnt wurden wir mit einem grandiosen Ausblick weit über die Stadtgrenzen hinaus (bei klarem Wetter kann man wohl bis Montserrat sehen). Für Kinder dürfte das Highlight am Gipfel vermutlich der Freizeitpark sein.

Da es für uns nicht der erste Besuch in der katalanischen Metropole war, haben wir uns einfach treiben lassen, das ein oder andere Glas Wein in der Sonne genossen und viele leckere Tapas gegessen. Da die Stadt aber immer wieder aufs Neue zum Entdecken einlädt, sind wir am Ende in drei Tagen doch rund 50 Kilometer spaziert, unter anderem durch’s Barri Gòtic, die Las Ramblas rauf und runter, an Gaudis beeindruckenden Bauwerken (u.a. Casa Milà, Casa Battló, Sagrada Familia) vorbei, über das Olympia-Gelände von 1992 oder auch am Meer entlang.

Bozen/Mailand (März). An Steffens Tenniswoche in Bozen schlossen wir in diesem Jahr einen Osterausflug ins schöne Mailand an. Nach einer etwas langwierigen Anreise, die dank Orkantief Niklas erst in Rosenheim mit dem Zug begann und mich durch eine verschneite Winterlandschaft über den Brenner führte, erwartete mich Südtirol mit bestem Frühlingswetter und strahlend blauem Himmel.

Mailands Himmel bot uns dann im Gegensatz dazu die ganze Wetterpalette, was uns aber nicht davon abhielt, stundenlang durch die Stadt zu laufen und die sehenswürdigen Bauten, Plätze und Parks zu erkunden, darunter natürlich der Mailänder Dom (empfehlenswert: ein Spaziergang auf dem Dach), die Galleria Vittorio Emmanuele, das Castello Sforzesco, der Friedhof Cimitero Monumentale (nicht zentral, aber definitiv einen Besuch wert) oder die moderne Kunst im Museo del Novecento. Auch das Bar- und Restaurantviertel Navigli, das durch die namensgebenden Wasserkanälen durchzogen ist, machte seinem Ruf trotz Vorsaison alle Ehre. Wir kommen wieder – nicht zuletzt weil uns Leonardo da Vincis ‘Letzte Abendmahl’ verwehrt blieb. Man kann sich online ein 15-minütiges Zeitfenster mit der berühmten Wandmalerei sichern, sollte das aber – wohl insbesondere in der Osterwoche – mit mehr Vorlauf als zwei Wochen tun.

Berlin (April). Nach fast drei Monaten mit neuem Job in der Hauptstadt war es Zeit für ein Wochenende vor Ort, um einmal mehr zu sehen als den Weg vom Hotel zum Büro. So sollte Steffens Geburtstag drei Tage lang gefeiert werden: Los ging’s am Samstagmorgen in Richtung Berlin, um nachmittags das wenig unterhaltsame (nicht nur meine Meinung!) Fußballspiel des 1. FC Kölns gegen Hertha im Olympiastadion zu sehen. Daran schlossen sich bei bestem Frühlingswetter zwei Tage mit Sightseeing, lecker Essen und einigen Gläsern Wein zur Feier des Reisegrunds an. Unser Fazit: Berlin macht Spaß, Berlin unterhält, Berlin informiert, an fast jeder Ecke kann man etwas über unserer Geschichte erfahren. 

Athen (Mai). Der Preis meines Weihnachtsrätsels 2014 war ein langes Wochenende in Griechenlands Hauptstadt. Bei 25 Grad und Sonnenschein zeigte sich Athen von seiner schönsten Seite. Auch wenn wir ausschließlich auf touristischen Routen unterwegs waren, hat uns die Stadt sehr, sehr gut gefallen: die Plaka, der Lykabettus und natürlich die wirklich beeindruckende Akropolis mit dem Parthenon und viele Sehenswürdigkeiten mehr. Dazu kommen leckeres Essen, tolle Bars und als i-Tüpfelchen der Reise unser erster Hochzeitstag.

Traumhafte Natur. Rückblick Reisejahr 2015 (2/2)