
Allem vorweg: Reiseempfehlung! Unsere Erkenntnisse & Einblicke, die wir in viel zu kurzen 12 Tagen gewonnen haben.
- Die Seychellen sind ein echtes Traumreiseziel für alle, die es warm und tropisch mögen, das Meer und frischen Fisch lieben, gerne baden, schnorcheln, tauchen, und in tropischen Wäldern wandern oder auch die ein oder andere Höhe erklimmen wollen (Mahés größte Erhebung sind immerhin 905 Meter).
- Besser heute hinreisen als morgen! Es wird fleißig gebaut, so dass, wenn auch in schönen Unterkünften (es gibt glücklicherweise schlicht keine Hotelbunker), immer mehr Touristen die Inseln bevölkern werden.
- Die klare Empfehlung ist Inselhopping, inklusive Mahé, Praslin und La Digue, wofür man 2 Wochen+ einplanen sollte.
- Die Einheimischen, die Seselwas, sind sehr freundlich, hilfsbereit, keineswegs aufdringlich, und je netter, desto weiter man von den touristischen Hotspots weg ist. Mit Englisch kommt man bestens über die Runden, ganz selten hätte uns Französisch noch ein wenig weiter gebracht.
- Backpacking geht ganz wunderbar. Gerade wer das öffentliche Bussystem zum Transport nutzen will (ca. 30 Cent/Fahrt), wird um einen Rucksack dankbar sein.
- Es muss auf den Seychellen nicht das 5 Sterne-Hotel sein. Das Angebot an tollen B&Bs und Self-Catering-Unterkünften ist sehr umfangreich. Natürlich muss man hier ein gutes Stück tiefer in die Tasche greifen als in Südostasien (der Kostenfaktor Insel schlägt bei allem zu Buche), aber für 60-80 Euro bekommt man sehr ansprechende, saubere Zimmer und schöne Bungalows. Für die erste Reihe und Meerblick bezahlt man natürlich noch ein wenig mehr.
- Der Süden Mahés ist touristisch noch am wenigsten erschlossen, so dass das Angebot an Restaurants und Bars nicht gerade groß ist, dafür bekommt man Traumstrände (fast) für sich allein. Auf der Hauptinsel empfiehlt sich ein Mietwagen (von zuhause buchen, vor Ort sehr teuer), um hier möglichst viel zu sehen (Linksverkehr!).
- Auf Praslin kommt man mit dem Bus überall hin, die touristische Infrastruktur an Unterkünften und Restaurants ist insbesondere an der Ostküste (Cote d’or) und im Norden sehr ausgeprägt. Je nach Gusto, meiden oder buchen.
- Auf La Digue, der kleinsten der drei Inseln, ist eh alles nah beieinander. Hier fährt man Rad (ein “Muss”). Wenn man das allerdings nachts tun möchte (von ca. 18 Uhr abends bis ca. 6 Uhr morgens ist es dunkel), Lampe nicht vergessen, weder die Straßen noch die Fahrräder sind mit Licht ausgestattet.
- Die Liste ist fraglos noch viel länger, aber diese Traumstrände haben wir gesehen und können sie wärmstens empfehlen: auf Mahé die Anse Royale, die Anse Takamaka (schmal, aber sehr schön, auch zum Schnorcheln) und die Baie Bazare (total einsam), auf La Digue die Source d’Argent (bekannt aus der Barcadi-Werbung, aber als Hauptattraktion entsprechend frequentiert), die Anse Severe (bei Flut toll zum Schnorcheln), die Grande Anse (nette Strandbar) und die Petite Anse.
- “Must Do’s”: auf Mahé ein Besuch des Jardin du Roi, ein Gewürz- und Pflanzengarten mit tollem Ausblick; auf Praslin eine Wanderung durch das Unesco Weltnaturerbe Vallee de Mai, hier kann man endemische Kokusnussarten entdecken und durch relativ unberührten Urwald wandern; ein Schnorchelausflug zu den Nachbarinseln von La Digue (u.a. Felicité, Marianne, Coco Island)