SCHWEDEN. Weites Land ganz exklusiv

Hier haben wir versucht, unsere Begeisterung in elf guten Gründen für einen Schwedenurlaub zusammenzufassen.

  1. Traumhafte Landschaften mit ganz viel Grün, ganz viel Weite und ganz viel Einsamkeit. Und das bereits im verhältnismäßig (!) dichtbesiedelten Süden des Landes – je weiter man sich über die Höhe Stockholm hinauswagt, desto einsamer und unberührter wird die Landschaft, desto exklusiver das Naturerlebnis.
  2. Eine sensationelle Küste mit jeder Menge Abwechslung: breite Sandstrände (Sandhammaren!), Kiesstrände mit klarstem Wasser (z.B. bei Vik), Küsten mit steilen Abbruchkanten (z.B. bei Käseberga) oder auch die weit verbreiteten Schärenküsten, an denen graue Steinkolosse mal dichtgedrängt mal lose verteilt das schöne Bild bestimmen.
  3. Unzählige, von dichter Natur umgebene Seen (wenn auch zu kalt: in lediglich einen habe ich es reingeschafft): Neben den vier Großen (Vänern, Vättern, Mälaren und Hjälmaren) ist die schwedische Karte gewissermaßen hellblau marmoriert. Ein Stellplatz am Wasser, ob Meer, See oder Fluss, ist damit garantiert.
  4. Postkartenidyll mit (roten) Holzhäuschen & charmanten Gärten: Dieses Motiv findet man nahezu überall. Doch sind uns an der Süd- und Ostküste, an die uns unsere Reise geführt hat, insbesondere die kleinen Örtchen Käseberga mit Ales Stenar (eine aus 59 Steinen bestehende sogenannte Schiffssetzung, auf einem 37 Meter hohen Hügel gelegen), Simrishamn, Vik neben dem Nationalpark Stenshuvud (empfehlenswerte Wanderung, schöne Aussicht über die Küste) oder auch Kivik in Erinnerung geblieben.
  5. Hübsche Städte, u.a. Ystad (Wallanders Heimat), Kristianstad, Göteborg, Örebro und natürlich Stockholm mit Highlights wie Gamla Stan, die Altstadt, wo Stockholm vor rund 800 Jahren gegründet wurde, Djurgarden, die Vergnügungsinsel mit Museen, Freizeitpark und Freilichtmusuem (Skansen, unserer Meinung nach jetzt aber kein Muss) oder auch das Stadthaus, wo alljährlich der Nobelpreis vergeben wird. Eine Lokalempfehlung haben wir auch noch: Das Kryp In mitten in Gamla Stan serviert raffinierte schwedische Küche in schönem Ambiente, auch der Service ist top (leider teuer).
  6. Jede Menge sehenswerter Schlösser, u.a. das königliche Schloss Drottingholm in Stockholm, die Sommerresidenz Soliden auf Öland, Schloss Gripsholm in Mariefred oder auch das Wasserschloss in Örebro – wobei wir uns immer damit begnügt haben, die stolzen Bauwerke von außen zu bewundern und die dazugehörigen Parks zu durchwandern.
  7. Wo viel Wasser, da (meistens) viel Fisch. In Schweden jedenfalls kommen Liebhaber auf ihre Kosten: Rökeris (u.a. in Käseberga) bieten vielerorts geräucherte Köstlichkeiten und frischen Fisch zu fairen Preisen. Auch nahezu jede Speisekarte wartet mit Leckerem aus dem Wasser auf. An dieser Stelle muss noch eine Sensation des Urlaubs Erwähnung finden: Steffen hat (nach mehreren erfolglosen Anläufen) eigenhändig einen Fisch gefangen. Die Art ist nach wie vor ungeklärt, wohlbekommen ist er uns aber.
  8. Auch an freien Stellplätzen findet man häufig eine sehr gute Infrastruktur fürs Campen und Grillen (Abfalleimer, Toiletten etc.) vor. Perfekt sind die Plätze mit betonierten Grills nebst Tischen und Bänken: Es braucht lediglich ein wenig Kohle und schon kann es losgehen, ohne sich Gedanken um Brandgefahr oder Entsorgung machen zu müssen.
  9. Schweden ist ein sehr gastliches Land. Da kann es schon passieren, dass einem eben mal fünf Liter Diesel geschenkt werden, wenn man liegen geblieben ist. Ohne große Worte (mangels einer gemeinsamen Sprache), sondern einfach nur mit einem Lächeln.
  10. Generell ist man – mal abgesehen von den großen Städten – nie mit Touristenmassen, Blechkolonnen oder Staus konfrontiert.
  11. Ein weiterer, einfach nur praktischer Aspekt ist, dass man so ziemlich alles bargeldlos bezahlen kann, angefangen bei den auf der Straße gekauften Tickets für die Hop-on-Hop-off-Tour bis hin zu den zwei Bier nachts an der Bar. Man zückt lediglich die Karte. Da haben wir hierzulande noch etwas Weg gutzumachen.

Und warum sollte man eine Reise in den Norden mit dem Wohnmobil unternehmen? Die wunderschöne Landschaft kann man selbstverständlich auch vom Auto aus bestaunen und erleben. Ist man aber mit dem Wohnmobil unterwegs, schlägt man einfach genau dort sein Quartier auf, wo es einem am besten gefällt. Hier unsere Route durch Südschweden (ca. 3.300 Kilometer von München aus) mit einigen wunderschönen Stellplätzen.

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Dabei zu beachten: Über Nacht stehenzubleiben, ist so ziemlich überall erlaubt, Camping, was Grillen oder auch das Herausstellen von Tisch und Stühlen beinhaltet, allerdings nur an ausgewiesenen Plätzen (bzw. umgekehrt: Verbotsschilder, z.B. in Naturschutzgebieten, sprechen eine unmissverständliche Sprache).