SUMATRA. Von Vulkanseen, Waldmenschen und Tagen, an denen das Meer angebetet wird

Hochzeitsreise! 

Die Malediven, Mauritius oder doch lieber die Seychellen? 

Nö, mit dem Rucksack nach Sumatra. 

Gute Idee? 

Mehr als das. 

Nach zwei heißen Tagen und nicht minder warmen Nächten im tollen Singapur ging es von uns nach Medan, der Hauptstadt Sumatras. Empfangen wurden wir im wahrsten Sinne mit offenen Armen: Dutzende Männer boten uns mit einnehmenden Gesten ihre wohl meist privaten Taxidienste an. Wir wählten die sichere Nummer und fuhren mit einem offiziellen Taxi der Blue Bird Group in die Stadt.

So richtig einladend wollte sich uns Medan in der Ecke unseres Hotels aber dann nicht präsentieren: Unsere abendliche Suche nach Essen führte uns entlang kaum beleuchteter, staubiger Gassen gesäumt von schäbigen Häuschen, bis auf ein paar streunende Katzen und Mopedfahrer gab es wenig Leben. Um so netter wurde es dann in einer offenen Straßenküche, in der wir uns drei leckere Portionen einer Art gezuckerten Pfannkuchens und Omelett schmecken ließen, neugierig, aber sehr freundlich von zwei Köchen und ihren Familien beäugt. Bestellt wurde wortlos mit Hand und Fuß und viel Lächeln auf beiden Seiten.

Am nächsten Tag erreichten wir mit einem Becak den Busbahnhof. Becaks sind quasi das Tuktuk-Pendant auf Sumatra: bunte, laut knatternde Motorradtaxis, in deren Beiwagen zwei Europäer oder wahlweise indonesische Großfamilien transportiert werden können. Wir hatten mit unseren Körpermaßen in jedem Fall die Kapazitätsgrenze der Sitzbank erreicht.

Vier abwechslungsreiche Etappen standen nun auf unserem zehntägigen Sumatra-Programm, das wir in der vorausgegangenen Nacht aufgrund der unterschätzten Distanzen noch etwas modifiziert hatten:

  1. Die Insel Samosir im Tobasee
  2. Eine Dschungeltour im Gunung Leuser-Nationalpark
  3. Schnorcheln und Baden auf Pulau Weh
  4. Ein kurzer Besuch in Banda Aceh

2014_Sumatra-Rundreise